Mit der Familie persönlich wachsen |
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Einen weiteren Hinweis für persönliches Wachsen und gelungene Persönlichkeitsentwicklung durch Elternschaft gibt Jürg Willi in seinem Buch „Die Zweierbeziehung“.[1] Hier beschreibt er, dass gerade Elternschaft eine der effektivsten Formen der Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung ist. Kinder halten uns in Ihrem Erleben und Verhalten oft einen Spiegel vor, in dem wir Ergebnisse unserer Erziehung erkennen müs sen. So kennen alle Eltern die Situation, dass Kinder ihre Eltern imitieren, in angenehmer Weise, aber auch in zum Teil erschreckender Form, wenn Kinder z.B. wie der Vater die Schuhe im Flur liegen lassen oder in gleicher Lautstärke schreien, wie dies die Eltern ihren Kindern vormachen. Eltern sehen also das Ergebnis ihrer Erziehung laufend vor sich und können an ihrem Erziehungsverhalten stets konkret Optimierungen vornehmen. Gegenwärtig gibt es hierzu eine ganze Reihe an Elternprogrammen wie z.B. PEP4Kids[2] oder „Starke Eltern starke Kinder“, in denen sie Grundlagen der Elternschaft und Erziehung lernen und ggf. einüben. Weniger zu empfehlen sind die Fernsehratgeber wie Super Nanny, deren Sendungen darauf ausgerichtet sind, dass Einschaltquoten in die Höhe schnellen, statt pädagogisch sinnvoll zu sein. Ein zweiter Ansatz, den Jürg Willi in seinem Buch aufzeigt, geht tiefer. Im Miterleben der Entwicklung des eigenen Kindes wird die eigene kindliche Entwicklung nachvollzogen. Manche Erinnerungen an längst vergessene Erlebnisse werden dabei wieder wach und können nun neu bewertet werden. Eltern sind jetzt aber selbst in der Position, Eltern zu sein. Sie gewinnen eine neue Sicht für die Schwierigkeiten, denen ihre eigenen Eltern bei der Kindererziehung ausgesetzt waren. |
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Literaturquellen
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[1] Willi, Jürg (1975). Die Zweier Beziehung. Seiten 10-12. Rohwolt Verlag. |
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