Zum Stand der Dinge |
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Der Manager mit dem Baby im Arm am frühen Abend? Der Vater, der aus Wunsch nach mehr Zeit für die Familie Teilzeit arbeitet? Solche Vorzeigebeispiele sind weiterhin selten. Nur 1,6 Prozent der Väter nehmen sich eine Auszeit für die Kindererziehung. Zwar sind Frauen heute sehr gut qualifiziert, jedoch stagniert der Frauenanteil unter den Führungskräften stabil bei 11%. Frauen tragen unabhängig von ihrem Erwerbsstatus die Hauptverantwortung für die Familie. |
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Hinzu kommt, dass die Entscheidung für Kinder hierzulande oftmals zu schwierigen Lebenslagen führt oder in Armut mündet. Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende (88% Mütter). So führt das Familienleben in Deutschland zu beträchtlichen finanziellen Nachteilen gegenüber anderen Lebensformen. Es sind enorme Summen, die für Kinder und Jugendliche von Eltern aufgewendet werden müssen. Rechnet man sämtliche Unterhaltskosten (ohne die Kosten für das Studium) und den Zeitaufwand ihrer Eltern - mit einem Durchschnittseinkommen berechnet - dann bedeutet das für die Eltern einen materiellen Aufwand von 1188,00 Euro pro Monat. Auf zwanzig Jahre gerechnet sind dies 285.000 Euro - so Renate Schmidt in dem Fachartikel „Was Kinder wirklich kosten“ der Zeitschrift UNIVERSITAS (März 2003).[2] |
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Dauerhafte Kinderlosigkeit steht in einem engen Zusammenhang mit dem erreichten Bildungs- und Qualifikationsniveau von Frauen: Je höher ihr Bildungsstand, desto häufiger bleiben sie zeitlebens kinderlos. Etwa 40 Prozent aller westdeutschen Akademikerinnen bleiben bereits heute, teils ungewollt, kinderlos - Tendenz steigend![3] Diese Ansammlung von ernüchternden Informationen ließe sich beliebig fortsetzen. |
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Literaturquellen
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[1] Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, 2003: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen.html |
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