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Liebe... bitte warten! 
Balance zwischen beruflicher Mobilität Familie und Partnerschaft 

WorkFamily-Kongress 2006
22. November
Frankfurt am Main

Hauptreferent:
Matthias Horx

Schirmherrschaft:

Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zum Stand der Dinge

 

Der Manager mit dem Baby im Arm am frühen Abend? Der Vater, der aus Wunsch nach mehr Zeit für die Familie Teilzeit arbeitet? Solche Vorzeigebeispiele sind weiterhin selten. 

Nur 1,6 Prozent der Väter nehmen sich eine Auszeit für die Kinder­erziehung. Zwar sind Frauen heute sehr gut qualifiziert, jedoch stagniert der Frauen­an­teil unter den Führungskräften stabil bei 11%. Frauen tragen unabhängig von ihrem Erwerbsstatus die Hauptverantwortung für die Familie. 

Repräsentative Zeitbudget­er­he­bungen haben ergeben, dass sich Väter in Partnerschaften mit minderjährigen Kindern lediglich sechs Minuten pro Tag länger an der anfallenden Haus- und Betreuungs­ar­beit beteiligen, als Männer in Partnerschaften ohne Kinder. Unabhängig davon, ob erwerbstätige Mütter viel verdienen oder wenig, ob sie einen hohen oder niedrigen Bildungsgrad haben, ob sie in Chemnitz, Hamburg oder München leben, die Hauptlast der Fami­lien­arbeit geht zu ihren Lasten, und zwar auch dann, wenn sie 40 Stunden pro Woche oder länger erwerbstätig sind.[1]

 

Hinzu kommt, dass die Entscheidung für Kinder hierzulande oftmals zu schwierigen Lebenslagen führt oder in Armut mündet. Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende (88% Mütter). So führt das Familienleben in Deutsch­land zu beträchtlichen finanziellen Nachteilen gegenüber anderen Lebensformen. Es sind enorme Summen, die für Kinder und Jugendliche von Eltern aufgewendet werden müssen. Rechnet man sämtliche Unterhaltskosten (ohne die Kosten für das Studium) und den Zeitaufwand ihrer Eltern - mit einem Durchschnittseinkommen berechnet - dann bedeutet das für die Eltern einen materiellen Aufwand von 1188,00 Euro pro Monat. Auf zwanzig Jahre gerechnet sind dies 285.000 Euro - so Renate Schmidt in dem Fachartikel „Was Kinder wirklich kosten“ der Zeitschrift UNIVERSITAS (März 2003).[2]

 

Dauerhafte Kinderlosigkeit steht in einem engen Zusammenhang mit dem erreichten Bildungs- und Qualifikationsniveau von Frauen: Je höher ihr Bildungsstand, desto häufiger bleiben sie zeitlebens kinderlos. Etwa 40 Prozent aller westdeutschen Akademikerinnen bleiben bereits heute, teils ungewollt, kinderlos - Tendenz steigend![3] Diese Ansammlung von ernüchternden Informationen ließe sich beliebig fortsetzen.


[1] Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, 2003: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen.html

[2] Schmidt, Renate (2003). Was Kinder wirklich kosten. In: UNIVERSITAS, März 2003.

[3] Maier, Uta (2003). Wie kinderfeindlich ist die bundesdeutsche Gesellschaft?. In UNIVERSITAS, März 2003. http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_Familienpolitik/s_930.html

 

WorkFamily-Balance

Inhalt

1. Zum Stand der Dinge 
2. Wert und Würde der Familie 
3. Unser Reden über Familie bestimmt unser Handeln 
4. Verträglichkeit oder Vereinbarkeit 
5. Elternkompetenz als beruflicher Vorteil 
6. Mit der Familie persönlich wachsen 
7. Wir brauchen Strukturen in denen Familie möglich wird  
8. Beginnen Sie mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 


Links

Ich, Akademikerin, kinderlos 
Warum ich nach meinem Studium kein Kind bekommen werde

Deutschlands alte Zukunft 
Demographischer Wandel


 

 

 

Inhalt

1. Zum Stand der Dinge 
2. Wert und Würde der Familie 
3. Unser Reden über Familie bestimmt unser Handeln 
4. Verträglichkeit oder Vereinbarkeit 
5. Elternkompetenz als beruflicher Vorteil 
6. Mit der Familie persönlich wachsen 
7. Wir brauchen Strukturen in denen Familie möglich wird  
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