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Liebe... bitte warten! WorkFamily-Kongress
2006 Schirmherrschaft: |
Wert und Würde der Familie Warum jedoch wird das Thema „Vereinbarkeit von
Familie und Beruf“ gegenwärtig so heiß diskutiert und warum steigt
der Wert der Familie an der Börse? Da schaut man schon mal gerne in Länder,
in denen die Geburtenrate deutlich höher ist als in Deutschland. Z.B.
Frankreich oder in Irland werden statt der hiesigen Geburtenrate von
1,34 satte 2,2 bzw. 2,4 Kinder pro Frau geboren (Generationenersatz =
2,1 Kinder / Frau). Schnell ist man dabei, Rezepte zu kopieren, statt zu
kapieren. Da werden kurzfristig Kindertagesstätten aus dem Boden
gestampft damit beide Eltern kurz nach der Geburt wieder voll erwerbstätig
sein können, ohne zu fragen, ob gegebenenfalls Mütter oder Väter auch
gerne Vollzeit-Mutter oder Vollzeit-Vater sein wollen. Ich bin der Überzeugung,
dass wir neu erkennen müssen, dass es hier nicht um eine Wertsteigerung
der Familie gehen kann, die man wie ein Aktienpaket an der Börse
handelt, deren Wert steigt, weil die Nachfrage bei den
Rentenversicherungsträgern gerade mal hoch ist. Gleichwohl beklage ich,
dass der Lebensstandard von Familien gegenüber dem der Alleinlebenden
seit 1965 kontinuierlich nach unten gegangen ist und die Wertschätzung
der Familie vom Bundesverfassungsgericht zu Recht angemahnt wurde. Wir
haben offenbar in der Verfolgung gesellschaftlicher Leitbilder so lange
auf Kosten der Familie gelebt, bis sich diese Ressource immer mehr erschöpft
hat. Nun, da die Rechnung nicht mehr aufgeht, entdecken wir ihren
„Wert“ wieder. „Stärkung der Familie“, „Vereinbarkeit von
Familie und Beruf“ sind die Schlagworte oder Leitsätze, ohne dass ein
wirklich spürbares Umdenken stattfindet.
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Wannenwetsch,
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