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Elternkompetenz als beruflicher Vorteil
Seit drei Jahren trainiere ich Eltern im Frankfurter Bankenviertel und mache die Erfahrung, dass Mitarbeiter durch den Zugewinn an Elternkompetenz Vorteile im beruflichen Bank-Alltag erleben. So kann ein Vorgesetzter besser aus der Streitspirale nicht nur mit seiner Tochter sondern auch mit seinem Mitarbeiter aussteigen. Eine Mitarbeiterin hat das Wundermittel des Lobens entdeckt – sowohl bei ihrem Sohn, als auch bei ihrem Chef und Kollegen. Bisher war in Führungsetagen der Betriebe die Meinung vorherrschend, dass der Mitarbeiter seinen Familienstress an der Haustüre abstreifen könne und gelassen zur Arbeit komme. In einer Pilotstudie konnte das WorkLife-Institut zusammen mit der DekaBank aufzeigen, dass von drei Mitarbeitern zwei die häusliche Familienatmosphäre nahtlos auf die Arbeit mitnehmen. Sie sehen ihre Stimmung am Arbeitsplatz entscheidend durch Erfolge bzw. Misserfolge von Zuhause beeinflusst[2]. Die WorkLife-Balance beginnt folglich auch Zuhause wirkt sich im beruflichen Sektor aus. Dieser Zusammenhang ist natürlich nicht neu. Schon im Alten Testament werden die Auswirkungen einer gelungenen oder misslingenden WorkFamily-Balance beschrieben[3]. Zum Beispiel wird von König David berichtet[4], wie er seine eigene Familie nicht „unter Kontrolle“ halten kann. Vereinfacht gesagt, bringen sich seine Söhne gegenseitig um, bis nur noch Salomo übrig bleibt. Das ist vereinfacht dargestellt. Worauf es aber hier ankommt, ist Davids Trauer um seinen getöteten Sohn Absalom[5]. Joab hatte ihn zwar gegen den ausdrücklichen Befehl Davids umgebracht, aber nur zum Wohle Davids (auch, wenn das so nicht deutlich gesagt wird). Vor lauter Kram beschimpft David seine eigenen Soldaten, die ihm mehr oder weniger das Leben gerettet hatten. Zum Glück weist Joab David darauf hin und der König besinnt sich eines besseren, denn sonst hätte sich auch sein eigenes Heer gegen ihn gewandt.
Auch diese Ergebnisse werden bereits im Neuen Testament als bekannt vorausgesetzt und für die Personalentwicklung genutzt. Dort mussten kirchliche Mitarbeiter mit Führungsverantwortung, intakte Familien haben, als Vorrausetzung für die gemeindlichen Leitungsaufgaben.[8] [1] Gerzer-Sass, Annemarie (2001): Familienkompetenzen als Potenzial einer innovativen Personalentwicklung. In: Leipert, C. (Hg.): Familie als Beruf: Arbeitsfeld der Zukunft. Opladen [2]
Lask, Joachim (2003). DekaPEP-Studie; www.worklife-institut.de [3] Dr. Diehl, Johannes (2005). Persönliche Mitteilung [4] Bibel: Zweites Buch Samuel, Kapitel 9 und Kapitel 11-20 [5] Bibel: Zweites Buch Samuel, Kapitel 19, 1-9 [6]
Lask, Joachim (2004) WorkLife-Sudie 2004 – Ergebnisbericht;
www.worklife-institut.de [7]
Lask, Joachim (2005) WorkLife-Studie 2005 – Studienbeschreibung;
www.worklife-institut.de [8] Bibel: Erster Brief des Paulus an Timotheus, Kapitel 3
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Inhalt
Ford
für familienfreundliche Initiativen ausgezeichnet
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